Rede von Nico auf dem Kreisparteitag am 05.11.2016 (mit Audio)


Angelique, Jenny, Juliane, Lisa, Marie, Medea, Nicole, Nurgül, Benjamin, Christian, Christoph, Christopher, Eike, Fabian, Felix, Hannes, Julian-Kay, Kalin, Karsten, Kevin, Maik, Markus, Maximilian, Michael, Johannes, John, Patrick, Paul, Phillip, Ron, Sandro, Sebastian, Stefan, Tim, Thomas, Tobias, Oliver, Vincent

Liebe Genossinnen und Genossen,

unserer Partei wird immer wieder nachgesagt wir seien die mit dem höchsten Altersdurchschnitt und wir würden bald aussterben. Die Namen, die ich euch gerade vorgelesen habe, sind junge Menschen, die sich in und um unseren Kreisverband engagieren.

Wir sind nicht die ältesten – wir gehören in Rostock zu den jüngsten!

Lasst euch eines gesagt sein: kein anderer Parteijugendverband hat bundesweit in den vergangenen Jahren so viele Neueintritte zu verzeichnen, wie unser. Wir können diese Entwicklung auch in Mecklenburg-Vorpommern beobachten. In den letzten zwei Jahren haben sich in den kleinsten Ecken M-V’s Jugendliche zusammengetan, um linkspolitisch aktiv zu werden.

Wir haben nicht mehr nur in den großen Universitätsstädten Greifswald und Rostock Hochschul- und Jugendgruppen, sondern auch in Städten wie Neubrandenburg und Schwerin sind neue Gruppen entstanden. In Stralsund, lange das Sorgenkind unseres Landesverbandes, gibt es eine sehr große Gruppe junger Menschen. In Orten wie Torgelow oder auch Crivitz in Landkreis Ludwigslust-Parchim , wo unser Genosse Marcel Eggert heute als Kreisgeschäftsführer arbeitet, gibt es junge Menschen, die sich organisieren.

Und in Rostock? Wir haben es geschafft, unsere Hochschulgruppe SDS und die Jugendgruppe [’solid] zu einer großen Gruppe zu fusionieren: die linksjugend Rostock.

In den wenigen Monaten die es die linksjugend Rostock gibt haben wir viel erreicht: wir haben erfolgreich auf dem Christopher Streetday unsere Partei vertreten, wir waren mit einem aufsehenerregenden Auftritt auf dem Campustag der Universität Rostock präsent. Wir haben neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter gewonnen – für den Jugendverband und die Partei.

Erst am vergangenen Freitag haben wir eine Veranstaltung mit über 30 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt. Zu Gast hatten wir unseren Genossen Günter Walther, der aus seinen Erlebnissen aus der Zeit der Hitlerjugend und der Befreiung berichtete.

An dieser Stelle, lieber Günter, sei dir nochmals der herzlichste Dank aller Aktiven unserer Jugendgruppe übermittelt. Wir hoffen, es hat dir genauso viel Spaß gemacht, wie uns.

Auch den vergangenen Landtagswahlkampf haben junge Genossinnen und Genossen maßgeblich mitgestaltet. An vielen Stellen konnten wir helfen, wo ältere Genossen es gesundheitlich nicht mehr schafften, Material zu verteilen oder Infostände durchzuführen. Viele neue Ideen haben wir umgesetzt.

Der Wahlkampfauftakt in Warnemünde wäre ohne die Helferinnen und Helfer der Jugendgruppe in der Qualität nicht möglich gewesen. Die Trucktour am Ende der heißen Wahlkampfphase in den Stadtteilen Lütten-Klein und Evershagen wären organisatorisch nicht so optimal verlaufen, wenn wir nicht die vielen fleißigen Bienchen der linksjugend Rostock gehabt hätten. Dafür gebührt ihnen unser aller Dank.

Die jungen Menschen, die zu uns kommen und in unserer Partei ihre politische Heimat finden, sind mehr wert als Goldstaub. Und genauso müssen wir sie behandeln. Auch wenn die Ideen und Herangehensweise jüngerer Menschen uns älteren – und ja ich sage bewusst UNS älteren – oft skurril, ja sogar unerhört vorkommen – müssen wir ihnen den Raum, den sie brauchen um ihre eigenen Wege zu finden. Jede Generation findet neue Lösungswege für die Probleme der Zeit auf ihre Weise. Neue Köpfe bringen neue Ideen hervor und das kann für eine linke pluralistische Partei nur gut sein.

Ohne diese neuen Köpfe wäre unser Kreisverband gar nicht mehr zu denken.

Glaubt deshalb niemandem mehr, der sagt „unsere Partei hätte keine Zukunft“ oder „wir würden bald verschwinden.“ Nein, wir verschwinden nicht – im Gegenteil! Wir haben gerade erst angefangen, dieses Land zu verändern!

In diesem Sinne möchte ich mit einem Zitat von Gregor Gysi endet, dass da lautet:

Kopf hoch – und nicht die Hände!

 

 

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